Robotrading.net - Newsletter für Montag, 12. Januar 2026

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Regime-Trading statt Hoffnungs-Trades
Die Märkte sind mit viel Schwung ins Jahr gestartet. Neue Hochs, starke Trends, breite Risiko-Bereitschaft. Doch unter der Oberfläche zeigt sich genau das Umfeld, auf das robotrading.net seit Monaten vorbereitet ist: hohe Bewertungen, überdehnte Positionierungen – und ein Kalender voller Daten- und News-Risiken, die jederzeit abrupte Richtungswechsel auslösen können.
Für Trader heißt das klar:
Systematik schlägt Intuition.
Wer Volatilität strukturiert handelt, findet Chancen. Wer improvisiert, riskiert bereits im Januar unnötige Drawdowns.

1. Rückblick – was letzte Woche wirklich relevant war

Aktienmärkte

Die erste Handelswoche 2026 bestätigte das dominante Regime: Trend + Liquidität.

  • US-Indizes setzten ihre Rally fort. S&P 500, Dow und Nasdaq markierten neue Hochs bzw. blieben klar im Aufwärtstrend, getragen von Tech-, KI- und Growth-Titeln.
  • Außerhalb der USA zeigten Europa und Teile Asiens relative Stärke – nicht wegen Euphorie, sondern wegen Bewertungsabschlägen und Kapitalrotation.

Wichtig: Es war kein „Breakout-Schock“, sondern ein kontrollierter Trendfortschritt. Genau das Umfeld, in dem Trendfolgesysteme sauber arbeiten.


Rohstoffe & Metalle

Der Jahresauftakt brachte einen breiten Rohstoff-Bid.

  • Der Rohstoffkomplex insgesamt legte zu, getrieben von geopolitischen Unsicherheiten, Infrastruktur-Narrativen und Inflations-Hedges.
  • Industriemetalle wie Kupfer profitierten von struktureller Nachfrage (Energiewende, Rechenzentren, KI-Infrastruktur), trotz teilweise hoher Lagerbestände.
  • Gold und Silber blieben nahe ihrer Hochs. Keine Panik-Rally, sondern ein stabiler, daten-sensibler Aufwärtstrend.

Für Trader entscheidend: Diese Märkte reagieren aktuell sehr direkt auf Makro-Überraschungen – ideal für Breakout- und Event-Strategien.


Makro, Zinsen, Positionierung

  • US-Daten signalisierten solides Wachstum bei moderater Inflation. Der Markt preist mehrere Zinssenkungen für 2026 ein – aber mit geringer Fehlertoleranz.
  • Die Anleihemärkte blieben ruhig, nicht aus Überzeugung, sondern aus Abwartung vor den ersten großen Inflations- und Arbeitsmarktdaten.
  • Positionierungsdaten zeigen: viel Long-Exposure, wenig Absicherung.

Das ist kein Crash-Signal – aber ein klassisches Setup für asymmetrische Reaktionen auf schlechte News.


2. Ausblick – diese Woche entscheidet das Regime

Zentrale Trigger

Der Fokus liegt klar auf den US-Inflationsdaten (CPI, teils PPI). Sie bestimmen, ob das aktuelle Trend-Regime bestätigt oder kurzfristig gebrochen wird. Ergänzend relevant:

  • Konjunktur- und Stimmungsdaten aus Europa
  • geopolitische Entwicklungen mit Einfluss auf Energie und Rohstoffe

Drei realistische Szenarien

1. Inflation unter Erwartung

  • Risk-On-Fortsetzung
  • Indizes mit Potenzial für neue Hochs
  • Gold profitiert über fallende Realzinsen
  • USD tendenziell schwächer

2. Inflation im Rahmen der Erwartungen

  • Fortsetzung des aktuellen Umfelds
  • Trends bleiben handelbar, Volatilität punktuell
  • Ideales Terrain für systematische Trend- und Breakout-Strategien

3. Inflation über Erwartung

  • Schneller Risk-Off-Move
  • Korrekturen in Indizes
  • Renditen und USD steigen
  • Gold und zyklische Rohstoffe zunächst unter Druck

Wichtig: Nicht raten – reagieren. Genau hier liegt der Vorteil automatisierter Setups.


3. Konkrete Trading-Ansätze (systematisch gedacht)

Indizes (DAX, S&P 500, Nasdaq)

  • Trendfolge bleibt dominant, solange zentrale Unterstützungszonen halten.
  • Rund um CPI:
    • Risiko vor dem Event reduzieren
    • Nach dem Release nur bestätigte Ausbrüche handeln (z. B. Bruch der 30–60-Minuten-Range)
  • Kein Vorweg-Positionieren, kein Heldentum.

Edelmetalle & Industriemetalle

Gold & Silber

  • Tagestrend weiterhin aufwärtsgerichtet
  • Kombination aus:
    • Trendfolge auf Higher Timeframes
    • kurzfristigen Rebound-Trades nach überzogenen Datenreaktionen

Kupfer

  • Strukturell bullish, taktisch anfällig für Gewinnmitnahmen
  • Pullback-Strategien an klar definierten Unterstützungszonen bevorzugen

FX & Bonds

FX-Fokus

  • EUR/USD: Spielball zwischen Zinsdifferenzen und Risk-Sentiment
  • USD/JPY: stark abhängig von US-Renditen und geldpolitischer Divergenz

Event-Strategien (Breakout nach Daten) bieten aktuell bessere Chancen als klassische Range-Trades.

Anleihen

  • CPI schwach → Long-Setups in längeren Laufzeiten
  • CPI stark → Short-Fortsetzung
    Auch hier gilt: Trend handeln, nicht Meinung.

4. Die Botschaft an robotrading.net-Leser

Der Jahresauftakt war freundlich – vielleicht zu freundlich.
Genau das erhöht die Bedeutung von Regime-Denken und Szenario-Planung.

Diese Woche ist ein Paradebeispiel für den Unterschied zwischen diskretionärem Raten und systematischem Handeln:

  • Risiko vor Events kontrollieren
  • Nach Events klar definierte Signale handeln
  • Volatilität als Chance nutzen, nicht als Stressfaktor

Die Systeme von robotrading.net sind genau dafür gebaut:
für Trend-Fortsetzungen, Volatilitäts-Spikes und datengetriebene Richtungswechsel – emotionslos, regelbasiert, reproduzierbar.


Fazit & Ausblick

Die Märkte sind stark ins Jahr gestartet – doch hohe Bewertungen, einseitige Positionierungen und ein dichter Datenkalender erhöhen das Risiko abrupter Richtungswechsel.

In diesem Umfeld gilt: Regime-Trading schlägt Hoffnungs-Trades.
Nicht raten, sondern reagieren. Nicht interpretieren, sondern Regeln folgen.

Genau dafür sind die Systeme von robotrading.net gebaut:
für Trendphasen, Volatilitäts-Spikes und datengetriebene Marktreaktionen – regelbasiert, emotionslos und reproduzierbar.